“energetische” Cranio Sacrale Osteopathie

Als ganzheitlicher Therapeut untersuche ich den Körper

des Patienten mit meinen Händen.

Ich studiere die Anatomie, damit ich verstehen kann,

wie der Körper arbeitet und wo die Symptome sind,

die den Patienten zu mir führen.

Ich möchte die Problematik verstehen, bevor ich mit der

Behandlung beginne. Ich möchte verstehen,

was genau seine Beschwerden sind, die Geschichte

seiner Beschwerden und dann möchte ich herausfinden,

worin das Problem hinter seinen Beschwerden besteht.

Die eigentliche Ursache der Symptome.

 

Der gesunde Mensch, das gesunde lebendige Gewebe und

die normale Physiologie sind die Wegweiser, um den

Patienten in seiner Selbstheilung zu unterstützen.

 

„energetische“ Cranio Sacrale Osteopathie

ist für mich eine Kunst,

die gleichermaßen die Hände, den Verstand

und das Herz miteinbezieht.

 

In all meinen Jahren als ganzheitlicher Physiotherapeut,

habe ich gelernt, dass das Wichtigste ist,

mit sanfter Aufmerksamkeit zu warten,

bis das Gewebe zu „sprechen“ beginnt, zuzuhören,

es geschehen zu lassen und einfach da zu sein.

Es geht nicht darum etwas zu machen,

sondern im Gegenteil, sich auf das Gewebe

und den Patienten einzustimmen

und seine ihm eigene Geschichte verstehen zu lernen.

 

Im Laufe meiner Aus- und Weiterbildungen und der Arbeit

bzw. durch die Erfahrungen mit den Patienten wurde mir

der Blick hinter die Strukturen geöffnet – der Blick für das

Herz oder den Punkt der Stille des Klienten.

Der Cranio Sacrale Rhythmus, auch Atem des Lebens genannt

Ausgangspunkt der Diagnose und der Therapie

ist der Cranio Sacrale Rhythmus,

der wie der Herz- oder Atemrhythmus einen

eigenständigen Körperrhythmus darstellt.

Dieser Rhythmus beeinflusst den Stoffwechsel

des Organismus und jede einzelne Körperzelle.

Er entsteht durch die Produktion von Liquor

(Gehirnflüssigkeit) in den vier Ventrikeln (Gehirnkammern) in unserem Gehirn.

Der Cranio Sacrale Rhythmus ist die Ursache,

dass die Schädelknochen wie auch der übrige Körper

mit einer Frequenz von 6 bis 14/min sanft

und fast unmerklich „pulsieren“.

Diese „rhythmische Pumpbewegung“

lässt alle paarigen Knochen

z.B. Arme und Beine nach außen und innen rotieren

und alle Knochen, die nur einmal da sind,

z.B. Kreuzbein und Wirbel, sich beugen und strecken

(Schaukelbewegung).

 

Mit Übung kann er auch zur Diagnose von Körper- und

Organstörungen benutzt werden. Selbst um psychische

oder emotionale Ursachen zu erkennen, fand er als

sogenannter körpereigener „Lügendetektor“ und

Signifikanzdetektor in neuerer Zeit Anwendung.

 

Der Terminus „Cranio Sacrales System“

hebt besonders die funktionelle Einheit

zwischen Schädel (Kranium) und Kreuzbein (Sacrum)

im primären respiratorischen Mechanismus hervor.

Es ist ein funktionelles anatomisches System, das bei allen

Lebewesen, die Hirn und Rückenmark besitzen, existiert.

 

Unter Palpation verstanden die alten Lehrer und Meister

mehr eine Einstimmung in das,

was Sutherland den Atem des Lebens nannte.

Dies ist eine äußerst bewusste, sehr sanfte und

respektvolle Annäherung an die Ganzheit des Patienten.

 

Der therapeutische Impuls besteht eher in der

Einstimmung auf diese Rhythmen und Energien,

die sich aus den anatomischen Strukturen

und darüber hinaus offenbaren,

als in einer rein mechanisch ausgeführten Technik.

Körper Geist und Seele bilden eine Einheit

Die „energetische“ Cranio Sacrale Osteopathie

betrachtet alle Teile des physischen Körpers, den Geist

und die Seele (mit Emotionen, die über das neurohumorale

System vernetzt sind) als miteinander verbunden und in

Wechselbeziehung zueinander stehend.

Alle Zellen, Gewebe und Organe des Körpers arbeiten

zusammen und sind als Einheit anzusehen,

im gesunden wie auch im kranken Zustand.

Die einzelnen Teile formen ein lebendiges Ganzes,

das mehr als die Summe seiner Teile darstellt.

Der Mensch wiederum bildet eine Einheit mit anderen

Menschen, seiner Umwelt und dem gesamten Kosmos.

Abnorme strukturelle Veränderungen oder Störungen in

der Funktion einzelner Gewebe, wie z.B. Knochengelenken,

Muskeln, fasciale Strukturen oder Organen, können sich

auf den gesamten übrigen Organismus auswirken.

In der Osteopathie wird weder die Psyche, noch der

Physiologie des Körpers eine Vormachtsstellung

eingeräumt. Die eine kann durch die jeweils andere

beeinflusst werden, wobei die Osteopathie bestrebt ist,

über die Strukturen des Körpers auf den

Gesamtorganismus und die Zirkulation seiner

Flüssigkeiten und Energien Einfluss zu nehmen.